Was ist zu sehen am…
…am 14. August 2026
Bevor ich zu den Perseiden komme, schaun wir erst mal, was sonst am Himmel zu sehen ist!
Der Mond ist erst zwei Tage alt und steht im Löwen. Wer den noch jungen Mond sehen will, braucht schon etwas Übung, um die schmale Sichel am Himmel zu finden. Unser treuer Begleiter sinkt um 20 Uhr 30 unter den Horizont.
Eine Stunde später folgt ihm die Venus, die in der Jungfrau zu finden ist.
Saturn, in den Fischen, betritt rechtzeitig, wenn wir von der Sternschnuppenzählung zur Astrostation kommen, die Himmelsbühne.
Neptun, im westlichen Teil der Fische, steht ebenso schon halbhoch über dem Horizont.
Wer es länger bei uns aushält, kann auch noch einen Blick auf Uranus werfen. Der grüne Planet steigt aber erst um halb Zwei empor.
Der Meridian verläuft um 22 Uhr durch den Drachen, die Leier, das Schild und den Schützen.
Die Sommerbilder dominieren das Geschehen. Wega in der Leier steht hoch im Süden, die anderen beiden Eckpunkte des Sommerdreieck, Deneb im Schwan und Atair im Adler, stehen noch östlich der Mittagslinie. Der Held Herkules, der Schlangenträger und der Skorpion sind bereits nach Westen gerückt, die Waage macht sich für ihren Untergang bereit. Der Schütze steht im Süden, über ihm das Schild. Der Pfeil und der Delphin machen den Sommer komplett.
Im Südwesten ist die Jungfrau noch zu sehen, der Bootes glänzt als einziger noch von den Frühlingsbildern, das Haar der Berenice geht ihm voraus, die Nördliche Krone folgt ihm.
Im Osten macht sich der Herbst bemerkbar. Das geflügelte Pferd Pegasus ist schon zu sehen, auch die Andromeda steht im Nordosten. Ihre Eltern, Königin Cassiopeia und König Cepheus, sind ja Zirkumpolar und das ganze Jahr zu sehen und über den Andromeda zu finden. Ihr Retter Perseus schiebt sich in Nordosten über den Horizont, die Fische steigen ebenso bereits empor. Tief im Südosten stehen der Steinbock und der Walfisch.
Der Große Bär tatzt im Westen immer tiefer, während die Cassiopeia langsam an Höhe gewinnt.
Die Milchstraße steigt im Norden empor, legt sich über den Perseus und die Cassiopeia, ehe sie sich über das Sommerdreieck ergießt und im Süden, im Bereich des Schützen wieder unter den Horizont sinkt.
Die Beobachtung beginnt schon um 20 Uhr und wir treffen uns beim Almhaus. Dort lernen wir uns kennen, plaudern über die Sterne und bereiten sich auf die Sternschnuppenzählung vor.
Ab 21 Uhr erzählen wir euch alles über die Perseiden, ihre Herkunft, wo sie zu beobachten sind und warum sie auch Laurentiustränen heißen.
Von 22 bis 23 Uhr wir dann gezählt. Jedes Ahh und Ohh ist für uns ein Zeichen.
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